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Orte am unteren Niederrhein:

  GEMEINDE GREFRATH

EINFÜHRUNG

Grefrath und die weiteren Ortsteile Oedt, Mülhausen und Vinkrath

Insgesamt 15000 Einwohner zählt die Gemeinde Grefrath an der Niers. Während Oedt und Mülhausen das östliche Flussufer säumen, befinden sich die beiden anderen Ortsteile Grefrath und Vinkrath auf der westlichen Seite des kleinen Stromes, der von Einheimischen und Touristen gerne für Kanu- und Paddelbootfahrten genutzt wird. Solche Bootsfahrten mit eigener Muskelkraft sind aber nicht nur ab Grefrath möglich. Auch an anderen Orten längs der Niers, wie z. B. in Kevelaer, Weeze und Goch, gibt es Anlegestellen und Bootsverleiher.


Paddeln auf der Niers bei Grefrath


alter Niersarm bei Oedt

Der größte Ort der Gemeinde ist der namensgebende Ortsteil. Seine heutige Bezeichnung ist aus Greverode entstanden, was wahrscheinlich Rodung des Grafen bedeutet. Schon 1177 wird Grefrath erstmalig schriftlich in einer Urkunde erwähnt. Aus dieser frühen Zeit stammt noch der schöne romanische Turm der Pfarrkiche St. Laurentius. Das gotisches Schiff wurde etwas später errichtet und wird allgemein in das 15. Jahrhundert datiert.
Viele Nachkriegsbauten, mehrere historische Gebäude aus der Zeit um 1900, Bäume und Grünanlagen prägen die recht gefällig gestalte und nahezu dörflich wirkende Innenstadt von Grefrath.


Pfarrkirche St. Laurentius und denkmalgeschütztes Gebäude am Marktplatz

Der ländliche Charakter der Gemeinde und der Umgebung zeigt sich besonders auch im Niederrheinischen Freilichtmuseum, das sich am nördlichen Ortsrand neben einer großen Eissporthalle befindet. Dort sind mehrere regionale historische Gebäude aus den letzten Jahrhunderten quasi zusammengetragen und wieder aufgebaut worden. Alte Hofanlagen, eine Schnapsbrennerei, eine Schmiede und eine Gerberei gewähren dem Besucher einen detaillierten Einblick in die bäuerliche, handwerkliche und volkstümliche Kultur am Niederrhein. Auf dem Museumsgelände sind auch ein Spielzeugmuseum und eine alte Wasserburg, die Dorenburg, vorhanden: Letztere steht allerdings in ihren heutigen Formen schon seit dem 17. Jahrhundert an Ort und Stelle. Ein weiteres bedeutendes historisch-kulturelles Freilichtmuseum in der Nähe befindet sich übrigens in Xanten. Der dortige Archäologische Park widmet sich jedoch der antiken römischen Kultur am Niederrhein in den unmittelbaren Zeiten nach Christi Geburt.


die Dorenburg

Direkt an das Gelände des Niederrheinischen Freilichtmuseums grenzt der so genannte Schwingbogenpark, der im Rahmen der Landesgartenschau 1970 angelegt und eröffnet wurde. Mit seinem hohen Baumbestand, weitflächigen Wiesenflächen, einem Teich mit begehbarer Mittelinsel und einer Unzahl von Wegen wirkt er wie ein großer englischer Landschaftsgarten. In dem interessanten Park findet man aber auch Spielplätze, Vogelhäuser, Brunnenanlagen, einen nicht mehr vollständig betretbaren Aussichtsturm und noch vieles mehr.


Schwingbogenpark





Nördlich von Grefrath liegt ebenfalls am linken Niersufer das kleine Dorf Vinkrath mit seinen rund 2000 Einwohnern. Abgesehen von ein paar wenigen historischen Bauwerken, darunter die in den Jahren 1902/03 errichtete neoromanische Josefskirche, sind im Ortsbild hauptsächlich Nachkriegsbauten vertreten. Im großen und ganzen kann man Vinkrath als eine etwas größere, begrünte Einfamilienhaussiedlung bezeichnen, bei der natürlich nicht die am Niederrhein typischen gepflegten Vor- und Hintergärten fehlen.


Josefskirche in Vinkrath


Hauptstraße und Klostergebäude in Mülhausen und Abtei Mariendonk

Noch weniger Einwohner als Vinkrath zählt Mülhausen am gegenüberliegenden Niersufer. Mitten im kleinen 1000-Seelen-Dorf liegt ein für die ländliche Umgebung fast überproportional groß wirkender Gebäudekomplex, in dem das Kloster der Schwestern Unserer Lieben Frau untergebracht ist. Es besteht dort seit 1888 und betreibt in seinen alten Gemäuern neben dem eigentlichen Klosterwesen auch ein Alten- und Pflegeheim, ein Gymnasium und ein Zentrum für Jugend- und Erwachsenenbildung. Nördlich von Mülhausen befindet sich in reizvoller landschaftlicher Lage an der Niers ein weiteres Kloster, genauer gesagt: die Abtei Mariendonk, ein Benediktinerinnenkloster, das 1899 gegründet wurde und immer noch von rund 40 Schwestern weitergeführt wird.

1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oedt zwischen Viersen und Grefrath aufgeteilt. Das nördliche Gebiet mit dem Hauptort Oedt wurde dabei der Gemeinde Grefrath zugeschlagen. Diese kommunale Neuzuweisung ereignete sich zufälligerweise genau 800 Jahre nach der ersten schriftlichen Ortserwähnung 1170. Vermutlich ist die Siedlung Oedt aber bedeutend älter. Ein Castrum Ude, eine Burg in Oedt, ist erstmalig für das Jahr 1313 urkundlich belegt. Von diesem mittelalterlichen Bauwerk ist  heute im wesentlichen nur noch ein hoher Backsteinturm, der so genannte Burgturm, erhalten, der sich in unmittelbarer Nähe zu einem alten Niersarm (siehe Foto oben) erhebt.


Burgturm


Fabrikanlage Girmes


Heimatmuseum Oedt (oben) und
Villa Girmes und Vituskapelle (unten)
 

Turm und Niersarm sind aber nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten in Oedt. Entlang der Hauptstraße (Johannes-Girmes- und Hochstraße) stößt man auf mehre bemerkenswerte historische Bauwerke. Darunter befinden sich ...

  • die 1887 errichtete neugotische Vituskapelle,

  • die mehr als 100 Jahre alte Fabrikanlage Girmes,

  • das Heimatmuseum im ehemaligen Rathaus Oedt vom Ende des 19. Jahrhunderts,

  • die wenige Jahre nach 1900 erbaute Villa Girmes,

  • die große neugotische Vituskirche vom Anfang des 20.Jahrhunderts und

  • das Pfarrhaus aus dem Jahre 1657.
     


Vituskirche und Pfarrhaus (oben) in Oedt und
ein weiteres denkmalgeschütztes Haus in der Hochstraße (unten)

Außerhalb der einzelnen Ortschaften der Gemeinde Grefrath trifft man außerdem noch auf mehrere historische Hofanlagen bzw. Bauernhöfe. Diese ländlichen Bauwerke gehören wie die Weitläufigkeit der Felder und Wiesen, die Wälder und Windmühlen zum unverwechselbaren Bild des ländlichen Niederrhein. Ein besonders schönes Exemplar unter diesen jahrhundertealten Hofanlagen ist das so genannte Dückerhaus mit seinen zwei gegenüberliegenden, mit geschwungenen Hauben gekrönten Ecktürmen.


Dückerhaus

Nützliche Links:

http://www.grefrath.de   http://www.freilichtmuseum-dorenburg.de   http://www.mariendonk.de   http://www.burg-uda.de   http://www.heimatverein-oedt.de

 

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