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Orte am unteren Niederrhein:

  NETTETAL - HINSBECK

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Das Bergdorf Hinsbeck und seine unmittelbare Umgebung

Zu den ersten Eindrücken eines jeden Besuchers von Hinsbeck zählt wahrscheinlich, dass es in dem Ort ungewöhnlich hügelig für niederrheinische Verhältnisse ist. Das etwas größere Dorf schmiegt sich nämlich an einen Abhang der so genannten Hinsbecker Höhen bzw. Schweiz. Deshalb wird es auch gerne Bergdorf genannt. Das stellt zweifelsfrei eine Übertreibung dar, denn der Berg ist nichts anderes als ein mäßig hoher Hügel.


 
Kreuzkapelle und Stammenmühle

Auf das obere Plateau der Hinsbecker Schweiz bzw. Höhen, die übrigens einerseits mit ausgedehnten Wäldern, andererseits mit Feldern und Weiden bedeckt sind, gelangt man vom Dorfzentrum z. B. über die Bergstraße. Am Ende dieser Straße erreicht man eine Freitreppe, die zur Kreuzkapelle führt. Der sehenswerte achtseitige barocke Putzbau wurde kurz nach 1720 erbaut. Nur einen Katzensprung entfernt trifft man auf die hübsche Stammenmühle aus dem Jahre 1854, die im Stile holländischer Windmühlen mit einer drehbaren Haube ausgestattet wurde.


Aussichtsturm auf den Hinsbecker Höhen

Den schönsten Überblick über die Hinsbecker Höhen und die weitere Umgebung bietet ein Aussichtsturm auf dem Taubenberg, der sich etwa ein Kilometer nördlich vom Ort inmitten eines weitläufigen Waldes befindet. Von dem 30 Meter hohen Holzturm aus kann man auch die nahen Krickenbecker Seen erblicken. Diese 4 großflächigen Seen, die teilweise von der Nette durchflossen werden, sind bis zum 19. Jahrhundert durch Abtorfung eines Niedermoorgebiets entstanden. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg wurden sie mitsamt ihrer unmittelbaren Umgebung unter Naturschutz gestellt. Mittlerweile wurde dieses geschützte Gebiet in den viel größeren Naturpark Maas-Schwalm-Nette integriert. Ein Infozentrum unmittelbar am Hinsbecker Bruch, einem der Krickenbecker Seen, gewährt Einblicke in die lokale Flora und Fauna, ökologische Zusammenhänge und die Geologie des Nettetals. Nicht zuletzt aufgrund dieser herrlichen Landschaft und Natur im unmittelbaren Umfeld wurde Hinsbeck der Titel eines staatlich anerkannten Erholungsorts zugebilligt.


Krickenbecker Seen: Blick auf den Glabbacher Bruch

An den Seen liegt ebenfalls Schloss Krickenbeck, das nach einem verheerenden Brand im Jahre 1902 im Stile der Neorenaissance bis 1904 wieder aufgebaut wurde. Die gesamte Baugeschichte des Schlosses bzw. der ehemaligen Wasserburg reicht sogar bis ins Hochmittelalter zurück. Eine Besichtigung des alten Adelsgemäuers ist in der Regel leider nicht möglich, da es sich in Privatbesitz befindet. Ein weiteres historisches Herrenhaus nahe Hinsbeck ist Haus Bey, das sein heutiges Erscheinungsbild einem Umbau aus der Zeit um 1800 verdankt. An dem rechteckigen, zweigeschossigem Backsteinbau gefällt besonders der mehrseitige Eckturm mit geschwungener Laternenhaube. Haus Bey wird seit 1992 übrigens von einem Golfclub verwaltet.

 
Schloss Krickenbeck und Haus Bey

In dem Dörfchen Hombergen zwischen Schloss Krickenbeck und Haus Bey steht ein sehenswerter historischer Fachwerkhof namens Alt-Kämpken. Die Scheune des jahrhundertealten Gemäuers beherbergt heute das Textilmuseum Die Scheune, das über die Entwicklungsgeschichte der niederrheinischen Textilmanufaktur und -industrie informiert und außerdem Workshops und Vorträge anbietet.

Das Dorfmuseum in Hinsbeck zeigt ebenfalls alte Gebrauchsgegenstände. Durch die Vielfalt seiner Exponate aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen wird allerdings ein umfassenderer Einblick in die lokale historische Alltags- und Arbeitskultur gewährt. Die Geschichte des Dorfes am Niederrhein lässt sich übrigens urkundlich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Für das Jahr 1221 ist schon ein Priester in Hinsbeck und somit vermutlich auch ein erster bescheidener Kirchbau belegbar. Die Kirche St. Peter in ihrem heutigen Erscheinungsbild stammt jedoch aus den Jahren 1863 bis 1867. 1882 wurde auch der Turm der Vorgängerkirche abgerissen und durch einen 64 Meter hohen Neubau ersetzt.


Pfarrkirche St. Peter








Den Marktplatz von Hinsbeck säumen neben der Kirche noch weitere Gebäude aus alten Zeiten, darunter ein imposantes Eckhaus zur Bergstraße aus dem 19. Jahrhundert mit recht aufwändig gestalteter Fassade. Unter den alten Bauwerken im 5000-Einwohner-Dorf befinden sich auch mehrere Bauernhofanlagen. Ansonsten wird das Ortsbild aber ebenfalls von relativ vielen modernen Gebäuden geprägt. Zu diesen modernen Gebäuden zählt unter anderem die beliebte Jugendherberge. Auffällig im Ortsbild sind ferner die vielen modernen Skulpturen zeitgenössischer Bildhauer, die verstreut über das ganze Dorf entlang eines so genannten Kunstweges aufgestellt sind.


Eckgebäude am Marktplatz, Jugendherberge und zeitgenössische Skulptur

Etwas außerhalb von Hinsbeck an der Straße nach Leuth steht die Johanneskapelle. Der einschiffige Backsteinsakralbau, an dessen äußerer Chorwand eine schöne Kreuzigungsgruppe angebracht ist, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Weitere sehenswerte Kapellen befinden sich in den Ortschaften Glabbach und Oirlich, die wie das oben schon erwähnte Hombergen ebenfalls noch zum Stadtteil Hinsbeck gehören. Die freistehende kleine Hubertuskapelle in Glabbach wurde 1871 im neugotischen Stil erbaut. Die wesentlich größere Heilig-Geist-Kapelle in Oirlich wurde dagegen direkt an den Stegerhof angefügt. 1897 wurde sie als Stiftung des Steyler Missionsordens errichtet. Und schließlich begegnet man rund um Hinsbeck noch so manchem schönen alten Bauernhof.


Johanneskapelle ins Hinsbeck, Hubertuskapelle in Glabbach und Heilig-Geist-Kapelle in Oirlich

 

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