niederrhein-nord.de
Home  Fotos  Email/Impressum  Links

Orte am unteren Niederrhein:

  RHEURDT

EINFÜHRUNG

Die Gemeinde Rheurdt einschließlich ihrer Ortschaft Schaephuysen

Die Gemeinde Rheurdt zählt mit ihren nur 7000 Einwohnern und einem Gebiet von 30 km2 Fläche zu den kleinsten Gemeinden am nördlichen Niederrhein. Innmitten einer durch und durch ländlichen, teils hügeligen, teils bewaldeten Landschaft gliedert sie sich in die Hauptortschaften Rheurdt und Schaephuysen, zu denen sich dann weitere, noch kleinere Dörfer bzw. Ortsteile wie Kengen, Finkenberg, Neufeld, Lind und Saelhuysen gesellen. Weder die große Geschichte noch das große Kapital haben sich jemals für Rheurdt interessiert: So konnte sich hier nahezu ungestört eine besonders reizvolle Landschaft am Niederrhein herausbilden, der man sicherlich eine gewisse Idylle zusprechen kann.

landschaftliche Umgebung


Schopmanshof und Straetmannshof (Rathaus)

Die Ortschaft Rheurdt wurde 1294 erstmalig urkundlich erwähnt und ist somit mindestens 700 Jahre alt. Von der mittelalterlichen Siedlungsarchitektur ist allerdings nichts mehr vorhanden. Hinweisschilder, die an den heutigen Baudenkmalen angebracht sind, deuten darauf hin, dass die ältesten erhaltenen Gebäude aus der Zeit nach 1600 stammen. Dazu zählen unter anderem der ehemalige Schopmanshof und der Straetmannshof aus dem 18. Jahrhundert. Letzterer beherbergt heute das Rathaus der Gemeinde Rheurdt. Bemerkenswert sind ebenfalls eine Bauernkate aus dem 17. Jahrhundert und weitere alte Hofanlagen. Ansonsten prägen aber auch einige Gebäude aus der Zeit um 1900 und viele Nachkriegs- bzw. moderne Neubauten das Ortsbild.


Bauernkate (17. Jahrh.) und Bauernhof (18.Jahrh.)

Das größte Gebäude Rheurdts, die katholische Kirche St. Nikolaus, wurde zwischen 1877 und 1880 im neugotischen Stil errichtet. Sie ersetzte eine kleinere Kapelle, die dem gleichen Schutzpatron geweiht war und schon seit dem Mittelalter bestand. Ihr ehemaliger Standort wird durch ein Hochkreuz im angrenzenden Park (Burgerpark) angezeigt.

Auch die schöne Turmwindmühle in der Nähe des Sportplatzes entstand 1880 als Nachfolgebau eines älteren Bauwerks.


St. Nikolaus und Windmühle




Schaephuysen

Schaephuysen, die andere, etwas kleinere Ortschaft, liegt etwa 2 Kilometer südlich von Rheurdt. Einen schönen Blick auf das Dorf bieten die so genannten Schaephuysener Höhen, ein eiszeitlicher und heute teilweise bewaldeter Endmoränenzug am Rande des Ortes. Nicht nur von diesem Aussichtspunkt sticht der hohe Turm der St.-Hubertus-Kirche sofort ins Auge des Betrachters. Das größte Schaephuysener Bauwerk wurde Ende des 19. Jahrhunderts wie die Rheurdter Kirche im neugotischen Stil errichtet. Weitere schöne historische Gebäude stehen in ihrer unmittelbaren Umgebung und lassen somit den Dorfkern recht ursprünglich und anmutig erscheinen. Verschiedene Facetten des lokalen historischen Dorflebens zeigt übrigens die Heimatstube Schaephuysen in der Grundschule, Hauptstraße 50.


moderne und historische Ortsbebauung in Schaephuysen

Schaephuysener Höhen

Wenn man Schaephuysen nach Osten in Richtung Neukirchen-Vluyn verlässt, trifft man nach rund 2 Kilometern auf Schloss Leyenburg, einen der schönsten ehemaligen Herrensitze am nördlichen Niederrhein. Es gehörte einst der sehr betuchten Krefelder Seidenfabrikantenfamilie von der Leyen. Das imposante klassizistische Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert mit den dazugehörigen Gartenanlagen befindet sich heute wiederum in Privatbesitz und kann daher verständlicherweise nicht besichtigt werden.

Östlich von Schaephuysen und Rheurdt liegt ebenfalls der Staatsforst Rheurdt/Littard, ein unter Naturschutz gestelltes großes Waldgebiet. Es wird nahezu vollständig von Wassergräben und anderen Stillgewässern, die aus ehemaligen Torfkuhlen entstanden sind, eingeschlossen. Wanderwege durchziehen den Wald und laden zu Spaziergängen ein.

 

Schloss Leyenburg


Staatsforst Rheurdt/Littard mit Littardkuhlen

Saelhuysen, Finkenberg und Kengen, eine Reihe kleinster Nester bzw. Dörfer, die im wesentlichen aus einer Ansammlung von Bauernhöfen in einer durch und durch landwirtschaftlich geprägten Umgebung bestehen, runden das Gemeindegebiet im Westen ab. Neben der entzückenden Landschaft und einer Anzahl schöner, teils historischer Höfe ist hier im Westen von Rheurdt besonders die Quirinuskapelle in Finkenberg eine Sehenswürdigkeit. Das einschiffige Sakralgebäude aus Backstein wurde 1714 errichtet und birgt eine Reliquie des Heiligen Quirinus. Die heutige weiße Verputzung des Gotteshauses wurde vor rund 100 Jahren aus Schutz vor Feuchtigkeit aufgetragen.


Saelhuysen, Quirinuskapelle in Finkenberg und Landschaft bei Kengen

Zum Schluss dieser Vorstellung von Rheurdt am Niederrhein sei noch auf den Seemannshof im Ortsteil Lind hingewiesen. Von dem ursprünglichen Adelssitz, der im 14. Jahrhundert zum ersten Male urkundlich erwähnt wurde, steht heute noch das bemerkenswerte Haupthaus aus dem Jahre 1710.

  Seemannshof in Lind

Nützliche Links:

http://www.rheurdt.de   http://www.leyenburg.de

 

 nach oben zum Seitenanfang